Abril Mai Juni

13Juni2018


 

Hola!

 

Nach einiger Zeit melde ich mich mal wieder. Wie ich euch im letzten Blogeintrag schon erzählt habe, waren die letzten Wochen sehr ausgeplant. In diesen Tagen habe ich Mexiko nocheinmal ganz anders kennengelernt und mich nochmehr in dieses Land, mein Zuhause, verliebt.

 

Für 3 Wochen war in meiner Stadt „Feria National de San Marcos“. Kurz gesagt: 3 Wochen Party. Die Straßen waren überfüllt mit gut gelaunten Menschen, Banda Musikgruppen alle 10 Meter und tanzende und singende Leute wo man hinschaute. Wenn man sich durch die Menschenmenge durchschlängeln wollte, musste man davon ausgehen von einer wildfremenden Person an der Hand genommen zu werden, und ein paar Sekunden Banda mit ihnen zu tanzen. Neben Party gab es aber auch tägliche Konzerte in unterschiedlichen Hallen undd Bühnen in der ganzen Stadt. Wir Austauschschüler hatten oft das Glück durch Rotary die Konzerte aus dem VIP Bereich anzusehen. Die beiden besten Konzerte, die ich besuchte waren Maunel Turizo und meine spanische Lieblingsband Morat. Auch Teil der Feria waren Stierkämpfe mit weltbekannten Toreros. Da der Stierkampf in Mexiko und vorallem in meiner Stadt Aguascalientes eine sehr große Bedeutung und Tradition hat, habe ich mich überreden lassen, mir einen Stierkampf anzugucken. Ich muss sagen, es hat mir überhaupt nicht gefallen und ich werde es mir nie wieder angucken.Trotzdem ist es ein Teil der Tradition von Mexiko und ich fand es wichtig, es kennen zulernen. Feria  Feria StierkampfKonzert Manuel Turizo

 

Ein paar Tage später war dann das Gegenteil angesagt. Eine Woche Luxus und Entspannungsurlaub im 5 Sterne Hotel direkt am schönsten Strand von Mexiko in Cancun mit meiner Familie. Mit Familie meine ich insgesamt 30 Familienmitglieder, von Jung bis Alt. Es waren ein paar echt schöne Tage und es gab mir die Chance meine Cousinen und Cousins besser kennenzulernen. Cancun Nach 1 Woche Cancun bin sogar ich ein bisschen brauner Cousinen und Schwestern

 

Nach diesem Urlaub bleiben mit ein paar Tage Pause, denn nun kam der Höhepunkt meines ganzen Auslandsjahres. Er begann mit der Distriktkonferenz, bei dem sich mehr als 150 Austauschschüler aus dem Distrikt 4110 Mexiko, aus mehr als 20 Ländern für ein paar Tage in einem Hotel kennenlernen konnten. Neben Stadtbesichtigungen, Aktivitäten und Konferenzen gab es Samstag Nacht einen großen Gala-Abend. Ein paar Stunden später ging es dann los, zur RUTA MAYA. Eine Reise, quer durch Mexiko, mit Austaschschülern aus der ganzen Welt, mit zwei Reisebussen, 15 Tage, 10 Unterschiedliche Reiseziele, 10 verschiedene Hotels. Es waren wirklich die 15 besten Tage meines Lebens, unglaublich wie 100 Jugendliche, die sich voher nicht kannten und eine andere Sprache sprechen, auf der anderen Seite der Welt wohnen, nach 15 Tagen zu der größten und besten Familie der Welt zusammenwachsen. Ich kann es kaum beschrieben, aber wenn man nach 8 Stunden fahrt im Bus aussteigt, vor sich eine Pyramide, ein Strand oder eine andere Stadt sieht und losläuft mit Musik singend und tanzend die Umgebung erkundet, ist es einfach das beste Gefühl der Welt. Es ist für 15 Tage das Leben aus dem Koffer, jeden Morgen wacht man in einem neuen Hotelzimmer auf und freut sich den ganzen Tag neue Seiten von Mexiko zu entdecken. Die Reiserute ging von Aguascalientes nach Mexiko-Stadt, von dort aus mit dem Flugzeug in den Süden Mexikos. Von Palenque nach Campeche, Chichen Itza, nach Cancun und Playa del Carmen. Je toller diese Tage waren, desto schlimmer war am Ende der Abschied am Flughafen von den Austauscschülern aus anderen Städten. Es ist einfach ein super schlimmes Gefühl zu wissen, dass man viele der einzigartigen und wundervollen Personen wahrscheinlich nie wieder im Leben sehen wird.

Gala Abend Pyramide in Teotihuacan Mexico Stadt Kirche in Mexiko Stadt DIE GRÖßTE FAMILIE DER WELT Grenze Guatemala-Mexiko Stundenausflug nach Guatemala Mexikanische Traditionen kennenlernenChichen ItzaCancunCampecheMEXICOChichen ItzaFrühstück in CancunHotel in CancunXcaret

 

 

Zurück in Aguascalientes mussten erstmal viele Stunden Schlaf aufgeholt werden und die Berge an Wäsche gewaschen werden. Außerdem wurde mir klar, dass mein Auslandsjahr jetzt schon fast zuende ist. Ich kann es kaum glauben, die Zeit verging wie im Flug. Mir bleiben noch ein bisschen mehr als 1 Monat in meinem neuen Zuhause, um in mein anderes Zuhause zurück zu kehren.

Wenn ich jetzt darüber nachdenke, was ich alles noch zu sagen hab über das Ende meines Auslandsjahres, glaube ich ist es besser, in ein paar Wochen nochmal ein Abschiedsblog zu schreiben. Bis dahin werde ich jeden Tag so gut wie es geht zu genießen.

Viele liebe Grüße,

Sassi

 

 

März 2018

14März2018

 

Hallo ihr Lieben,

 

verrückt, wie schnell die Zeit vergeht. Mir bleiben nur noch ungefähr 4 Monate von meinem Auslandsjahr. Die Zeit verging wie im Flug und auch die nächsten und letzten 4 Monate sind schon so gut wie ausgeplant. Das beste ist, dass mir die beste Zeit meines Auslandsjahres noch bevorsteht, da ich mit der Schule schon fast fertig bin und ich sehr viel Reisen werde. Ich werde mit meiner mexikanischen Familie nach Cancun in den Urlaub fliegen, mit allen 100 Austauschschülern aus meinem Distrikt auf die Ruta Maya gehen für knapp 3 Wochen, um den Süden und die schönsten Orte Mexikos kennenzulernen, und zum Abschluss meines Auslandsjahres werde ich versuchen eine Freundin in einer anderen Stadt in Mexiko zu besuchen. Ich werde diese letzt Zeit so sehr genießen und ausnutzen wie ich nur kann.

 

Mit das beste Erlebnis der letzten Wochen war eine Reise ins Paradies von Mexiko, Huasteca in San Luis Potosi. Wir (16 Austauschschüler aus Aguascalientes) sind für 4 Tage in einem kleinen Bus in den Ort Tamasopo gefahren und haben dort in einem Haus für diese Tage geschlafen. Tagsüber sind wir dann immer mit dem Bus zu den schönsten Orten, die ich bisher gesehen habe gefahren, um dort den Tag zusammen zu verbringen. Das Wasser ist glasklar und türkies und auch die Umgebung und Landschaft scheint, als wäre man in einer anderer Welt. Ich kann es kaum beschreiben, man muss es einfach mit eigenen Augen sehen. Wir haben uns einen Tag ein Ruderboot gemietet und sind auf einem Fluss mit bis zu einem Wasserfall („ Cascada de Tamul“) gerudert. An einem anderen Tag haben wir eine Tour gemacht, indem wir von einem Wasserfall zum nächsten gelaufen oder geschwommen sind, und dann immer von den Wasserfällen, die bis zu 13 Metern hoch waren, gesprungen sind. Es war wirklich ein traumhaftschönes Wochenende, was ich niemals vegessen werde. tamul tamul Puente de Dios  Cascada de Tamul Media Luna

 

 

Ansonsten waren die letzten Wochen mehr oder weniger nur Alltagleben, Schule, Sport und natürlich die Partys immer an den Wochenenden. Was mir aber in dieser letzten Zeit sehr aufgefallen ist, dass die Mexikaner eine bewundernswerte Personalität bzw Manieren haben. Selbst die Jugendlichen in meinem Alter verhalten sich meistens sehr viel erwachsener als in Deutschland, in Hinsicht auf das Verhalten untereinander. Wenn man sich untereinander verabschiedet, kommt meinstens ein „Cuidate“ was so viel bedeutet, wie „pass auf dich auf“, oder wenn man bei einer Freundin im Haus ist und sich verabscheidet von den Eltern kommt das typische „tu tienes tu casa aqui“ was so viel bedeutet wie „du weisst, dass das hier auch dein Haus ist“. Diese kleinen Wörter oder Sätze verschaffen ein so herzliches Gefühl und ich freue mich wirklich jedes Mal, wenn ich soetwas höre.

 

Es ist mir erstaunlicherweise echt schwer gefallen, diesen Bereicht zu schreiben und ich merke auch selber, wie ich viele Wörte verdrehe, ich hoffe ihr versteht mich trotzdem.

Viele liebe Grüße aus dem heißen und sonnigen Mexiko und bis bald,

Sassi

 

 

Dezember/Januar

20Jan2018

Hi,

 

kaum zu glauben, aber ich bin jetzt schon bei der Hälfte meines Auslandsjahres angekommen. Die Zeit verging wie im Flug und ich bin mir sicher auch die zweite Hälfte meines Auslandsjahres wird super schnell vergehen. Ich genieße jeden Tag hier und könnte mir niemals vorstellen jetzt schon nach Deutschland zurück zukommen, weil ich weiß, dass jeder Tag den ich hier in Mexiko noch erleben darf alles andere als gewöhlich oder langweilig wird. Trotzdem bin ich sehr glücklich, dass ich auch in Deutschland ein Leben habe, worauf ich mich schon freue zurückzukehren. Obwohl ich so weit entfernt bin von meinem Leben in Deutschland, gibt es mir das beste Gefühl, wenn ein Paket von meiner Familie oder meinen Freunden aus Deutschland in meinem mexikanischen Zuhause ankommt und weiß, dass sie an mich denken. Ich weiß auch dass ich mein Auslandsjahr niemals so genießen könnte ohne eure Unterstützung, deshalb nochmal vielen Lieben Dank an alle eure Nachrichten, Briefe, Pakete und Interesse, ich weiß das ist nicht Selbstverständlich so tolle Familie und Freunde zu haben. ( sogar in 2 Ländern!)

 

Ca. eine Woche vor Weihnachten bin ich mit meiner Familie nach Villanueva (Zacatecas), einem kleinen Dorf gefahren, wo wir ein Zweithaus haben. Dort trifft sich immer über Weihnachten und Neujahr die ganze Familie, und ich meine wirklich die ganze Familie. Wir haben dort 2 Wochen lang mit allen Tanten, Onkel, Cousins, Cousinen und Großeltern gelebt, sodass wir ca. 35 Personen zwischen 5 und 90 Jahren, waren. Das Haus war dementsprechend riesig, mit Volleyballfeld und Garten. Ich will nicht sagen, dass es langweilig war, aber 2 Wochen ohne Internetempfang und nicht wirklich was zu tun, war sehr ruhig und entspannt. Für mich sehr sehr ungewohnt, weil alle früh morgens aufgestanden sind um den ganzen Tag mehr oder weniger nichts zu tun, einfach nur draußen zu sitzen und den ganzen Tag mit Tequila in der Hand mit der Familie zu reden. Zum Glück waren alle meine Cousins und Cousinen da, dadurch wurden es 2 super Wochen.

Ich habe mich super super gut mit meiner einen Cousine verstanden und wir sind jeden Tag auf den Markt in dem Dorf gegangen, uns unterhalten, gekocht mit den anderen Volleyballgespielt bis in die Nacht und Filme geguckt. Ich habe irgendwann aufgehört mitzuzählen, wie viele Leute mich/uns in dem Dorf angesprochen haben und interessiert fragten, wo ich herkomme und wir uns dann erstmal ein paar Minuten unterhalten haben. (Mexikaner, echt die offenstens und nettesten Leute der Welt!)

An Weihanchten waren wir abends alle in der Kirche im Dorf, und danach haben alle angefangen sich fertig zu machen. Wir haben uns dann alle gegen 22 Uhr draußen im Innenhof getroffen und und eine Art Wichteln gemacht, was ziemlich lange gedauert hat mit so vielen Personen. Wir haben dann alle zusammen an einer riesigen Tafel zusammen gegessen, erst gegen 00.00 Mitternachts. Danach haben wir uns noch nach draußem gesetzt, Musik gehört und einfach nur geredet. Silvester war so ziemlich das gleiche, zuerst zur Kirche, dann alle zusammen draussen gessen und geredet. Kurz vor Mitternacht sind wir wieder alle zusammen nach drinnen zum Essen gegangen. Um Punkt Mitternacht an Neujahr hat jeder genau 12 Weintrauben gessen, jede Traube steht für einen Wunsch oder Vorsatz fürs nächste Jahr. Danach haben wir uns alle in die Arme genommen, uns ein frohes neues Jahr gewünscht und es war für mich wirklich ein schönes Gefühl wie ein Familienmitgleid behandelt zu werden und von jedem herzlich in die Arme genommen zu werden, als würde ich schon mein Leben lang zur Familie gehören. Eigentlich wurde mir immer gesagt, in dieser Weinachtszeit und an Neujahr ist das Heimweh am stärksten, aber ich habe mir in keiner Sekunde gewünscht, zu dieser Zeit in Deutschland zu sein, eher im Gegenteil, ich war super glücklich so ein außergewöhnliches Weihnachten und Silvester erleben zu dürfen.

In den restlichen Tagen haben wir spontan einen Welpen vom Nachbarn gekauft, Lagerfeuer gemacht (ich habe versucht Stockbrotteig herzustellen, gar nicht so leicht Ohne ein Rezept im Internet suchen zu können, aber am Ende hat es dann doch irgendwie geschmeckt), wir waren bei berühmten Ruinen und Pyramiden in der Nähe des Dorfes und haben oft draßen gegrillt. Alle meine Cousins und Cousinen Meine erste Gastfamilie Meine Geschwister Posada Nachtisch für 35 Personen Weihnachtsessen 12 Trauben für 12 Wünsche an Neujahr Mehr oder Weniger meine komplette Familie Lagerfeuer und Stockbrot Ein neues Familienmitglied

  Ruinen La Quemada

Zurück zuhause in Aguascalientes haben wir dann noch die letzten Tage Ferien genossen und sie mit einer Party in meinem Haus verabschiedet. Außerdem bin ich mit Freunden eines morgens auf den höchsten Berg Aguascalientes gewandert, eigentlich um den Sonnenaufgang zu sehen. Durch die mexikanische Pünklichkeit hat das dann mit dem Sonnenaufgang nicht ganz geklappt, eine schöne Aussicht war es trotzdem. Seit Ende der Ferien hat sich mein Leben hier nocheinmal sehr geändert, da ich mich auch von meiner Familie verabschieden musste. Da nun ein halbes Jahr rum ist, stand auch der Familienwechsel an. Zum Glück kannte ich meine nächste Familie schon voher und mein neues Haus ist ca. 5 min von meinem anderen Haus entfernt. Und es war auch kein A bschied für immer von meiner Familie, weil mein Freund aus Brasilien jetzt dort anstatt mir lebt und wir sehr sehr oft uns alle dort treffen um Billiard zu spielen. Ich vermisse meine Familie trotzdem schon sehr, es war wirklich eine super Zeit mit all meinen Brüdern und mal ein ganz anderes Familienleben. Picacho Aguascalientes

In meiner neuen Familie habe ich zwei kleine Geschwister (6 und 12 Jahre alt) und ein Mädchen in meinem Alter und wir gehen alle zusammen auf die gleiche Schule. Die Familie ist super lieb und ich fühle mich jetzt auch schon richtig wohl. Da meine Gastmama nicht arbeitet hat sie viel Zeit für uns und ich konnte mir endlich ein Gymnastikteam suchen, da sie mich zum Training bringen kann. Vorgestern war dann dann zum ersten Mal beim Cheerleading/Gymnastik und es hat sehr viel Spaß gemacht. Das Team ist super erfolgreich und fliegt sogar diesen Sommer zu den Nationals nach Kanada. Nachdem ich dem Trainer mein Können gezeigt habe, wurde ich auch direkt aufgenommen. Das Training war hart aber genau das habe ich auch schon vermisst, ich bin mir sicher ich kann noch viel dazulernen.

Außerdem ist meine Familie Mitglied in dem größten und schönstem Sportclub der ganzen Stadt, mit Park, einem Golfplatz der so groß ist, dass alle mit den Golfautos herumfahren, Außenschwimmbecken und Räume für alle möglichen Sportarten.

Es stehen in der nächsten Zeit noch sehr viele Sachen an und ich freue mich schon meine zweite Hälfte des Jahres hier genießen zu dürfen. Ich hoffe euch geht es auch gut und vergesst nicht, dass ihr hier jederzeit Willkommen seid!

Eure Saskia

 

 

November, Dezember 2017

17Dez2017

 

Hallo ihr Lieben,

 

nach etwas längerer Zeit berichte ich euch wieder aus Mexiko. Es ist erstaunlicherweise morgens suuper kalt, bis zu 3 Grad nur! Ich hätte niemals gedacht das es hier so kalt werden kann, und da es in den Häusern natürlich keine Heizungen oder ähnliches gibt, ist das echt nicht so lustig. Die Weihnachtsstimmung ist bei mir leider trotzdem nicht so wirklich da, der Adventskalender, die heiße Schokolade auf dem Weihnachtsmarkt und das Schlittschuhlaufen fehlt halt einfach. Trotzdem ist es im Zentrum meiner Stadt wunderschön geschmückt, die Kathedrale wird bunt angestrahlt, es gibt Feuerwerke und Chöre und einen riesigen Weihnachtsbaum (natürlich nicht echt) . Auch in den Häusern und in der Nachtbarschaft ist alles weihnachtlich geschmückt. Ich habe mit meinen Freunden auch versucht Plätzchen zu backen um diese schöne deutsche Tradition nach Mexiko zu bringen, gar nicht so einfach ohne Ausstechförmchen, geschmeckt hats trotzdem!  

 

 

Mit das beste aus den letzten Wochen war das Wiedersehen mit Diego (wohnte bei mir in Deutschland für sein Auslandsjahr) . Ich habe euch ja schon erzählt dass es mich für ein paar Stunden in meinem Zuhause in Aguascalientes besucht hat und er mich zu sich nachhause in Mexiko, Guadalajara (zweitgrößte Stadt Mexikos) eingeladen hat. Ich bin dann über ein langes Wochenende mit einem Flixbus von Aguascalientes nach Guadalajara gefahren um Diego wiederzusehen. Die Stadt ist super super schön und ich hatte das beste Wochenende meines Lebens mit Diego und all seinen Freunden! Obwohl ich seine Freunde vorher gar nicht kannte, haben wir uns auf anhieb super verstanden und sie haben mich direkt mit in alles einbezogen und mich zu alem eingeladen, Mexikaner eben!! Wir (Diego, eine Freundin und ich) sind an einem Tag zu dem größten Sees Mexiko gefahren und es war super schön, wir haben in einem paradisischem Resaurant direkt am Wasser gegessen und am Wasser langgelaufen. Am nächsten Tag sind wir in einen anderen Teil von Gadalajara gefahren und sind durch die Straßen gelaufen, die schönsten Straßen der Welt. Gegen Abend waren wir dann wieder in einem berühmten Restaurant essen, unglaublich dass wir 3 Stunden auf einen Tisch warten mussten, es hat sich aber devinitiv gelohnt!Die restliche Zeit sind wir durch das Zentrum von Gadalajara gelaufen , ich habe noch mehr über mexianische Traditionen gelernt und haben die Zeit genossen. Es war wirklich schön meinen mexikanischen Bruder wiederzusehen und wir hatteneine super Zeit zusammen, ich hoffe ich kann ihn in den nächsten Monaten nochmal besuchen, eingeladen wurde ich von allen aufjedenfall schon!

 

 

Da ich jetzt endlich Ferien habe (einen Monat lang!) habe ich ganz viek Zeit um was mit meinen Freunden zu unternehmen. Vor einigen Tagen waren wir beim Konzert von Ozuna, es war echt super gut! Die Location war eine Stierkampfarena und wir standen ganz oben. Eigentlich sind es Sitzplätze aber wir haben das ganze Konzert über getanzt, ganz anders als alle anderen. Wir wurden manchmal echt doof angeguckt aber das war uns egal. Ich liebe seine Musik und ich war so glücklich dass er sein Konzert bei uns in der Stadt hatte!

 

Ausserdem waren wir noch Paintball zusammen spielen, echt ein Erlebnis in Mexiko. Trotzdem würde ich echt nicht nocheinmal machen. Es gab zum Schutz nur eine kurzärmlige Weste und einen Augen und Mundschutz, sodass der Rest des Körpers frei war. Wir haben in Teams gespielt ( 5 gegen 5) und die Location war echt beeindruckent, ein riesiges Feld mit den unvorstellbarsten Möglichkeiten sich zu verstecken. Es hat auch Spaß gemacht, aber nur bis man getroffen wurde. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie sehr das wehgetan hat, vorallem wenn man am Kopf gfetroffen wurde und ich hab auch nach Tagen noch überall blaue Flecke!! Ein Erlebnis war es aufjedenfall.

 

Insgesamt geht es mir super gut hier, ich lerne mit jedem Tag immer mehr. Ich habe auch mein Spanischkurs abgeschlossen und merke jeden Tag wie es ein bisschen einfacher wird sich zu unterhalten und bekomme auch immer mehr mit worüber die anderen reden. Ich bin schon fast 5 Monate hier, echt unglaublich wie schnell die Zeit umgeht. Morgen werde ich mit meiner mexikanischen Familie in eine andere Stadt fahren, 2 Wochen lang. Sie haben dort ein riesiges Haus in dem wir mit der ganzen Familie (Großeltern, Cousinen..) Weihnachten und vielleicht Silvester verbringen werden, soweit ich das mitbekommen habe. Ich weiß noch gar nicht was da auf miCh zukommt, ich freue mich aber schon sehr darauf!!

 

Ich hoffe euch geht es auch allen gut und genießt die Weihnachtliche Stimmung bei euch!

Ganz viele Grüße Saskia

 

Das ist im Supermarkt, an jedem Gang kann man alles mögliche Probieren, egal ob Pancakes, Pizza, Käse, Creme.. Paella Essen mit meinem Rotary Club Suuper kalt

 

 

 

Oktober 2017

09Nov2017

Heey,

 

nach etwas längerer Zeit melde ich mich wieder aus dem schönen Mexiko. Es ist schon November und trotzdem sind es Mittags jeden Tag knapp 30 Grad, echt mal eine andere Art den Winter zu verbringen. Ich kann es nicht beschreiben, aber man hat direkt bessere Laune, wenn man jeden Morgen mit Sonnenstrahlen und einem schönen Sonnenaufgang aufwachen darf. Da meine Stadt Aguascalientes auf einem Berg liegt, kann man jeden Morgen den schönsten Sonnenaufgang und jeden Abend den schönsten Sonnenuntergang beobachten.

 

Generell gibt es sehr viele Momente, ich denen ich merke was für ein schönes Land Mexiko ist. Zum Beispiel als die starken Erdbeben waren, konnte man im ganzen Land einen unglaublichen Zusammenhalt sehen. Ziemlich alle Schulen, Universitäten und Familien haben massenweise Spenden gesammelt und täglich mit riesigen Lastwagen in die betroffenen Städte gebracht. Auch in meinem Rotary Club in meiner Stadt Aguascalientes haben wir haufenweise Spenden, von Medizin über Hundefutter bis hin zu Kleidung in Kartons gepackt und mit liebevollen und stärkenden Nachrichten für die Opfer des Erdbebens beschriftet. In der Schule wurde täglich gebetet und es gab haufenweise Freiwillige, die kostenlose Arztbehandlungen oder ein Dach über dem Kopf geboten haben. Ich kann es nur schwer beschrieben, aber man hat im ganzen Land einen riesigen Zusammenhalt gespürt.

Spendensammlung in de Universität

Deshalb finde ich es sehr schade, dass so viele Leute, die noch nie Mexiko besucht haben, ein Bild von diesem Land haben, was ich gar nicht nachvollziehen kann. Wenn man Mexiko hört, haben viele erstmal Drogen, Terror, Gefahr auf den Straßen und Unsicherheit im Kopf. Ich finde das sehr schade, denn so habe ich dieses Land noch an keinem Tag erlebt, ich habe hier nich nicht einen Menschen kennengelernt, der Drogen zu sich nimmt, nichtmal die Jugendlichen auf den Partys. Ich muss zugeben, dass selbst in meiner Stadt in Deutschland mehr Drogen konsumiert werden und ich mich meist unwohler am Busbahnhof in Wolfsburg fühle, als hier in meiner Stadt in Mexiko. Ich kann hier ohne Probleme alleine auf die Strasse gehen und ich brauche mich nicht unwohl fühlen. Natürlich gibt es bestimmt auch gefährliche Ecken in Mexiko, aber dadurch das meine Stadt so sauber, modern und sicher ist und es bestimmt viele andere Orte in Mexiko gibt finde ich es unfair über ganz Mexiko so zu urteilen, denn dieses Land hat mich echt für sich gewonnen!

 

Ich bin echt beeindruckt von meiner Stadt, weil alles so modern und luxoriös ist. Wie es bei uns in Deutschland Dörfer gibt, gibt es in Aguascalientes „Fraccionamento“ Die Einfahrten sehen aus wie Schlosseinfahrten und innerhalb der Fraccionamte ist alles sehr geschutzt gesichert und sauber. Die Partys von den Mädchen meiner Schule oder den Jungs von der speraten Jungschule meiner Schule sind immer sehr sehr spektakulär für mich. Es sind sehr reiche Familien und man kann die Party nur betreten, wenn man auf der Liste steht, der Eingang wird kontrolliert von Türstehern und es gibt eigene Kellner. Auf den Partys ist es dann nicht ungewöhlich, dass es einen eigenen DJ, Schaummaschienen und einen eigenen Barkeeper gibt. Man fühlt sich echt wie in einer anderen Welt, auch die Location, also der riesige Garte des Hauses (eigentlich schon Villa) trägt dazu bei, dann alles so luxeriös ist . Dazu gutgelaunte Mexikaner und Spamische Musik und die Party ist perfekt! Einfahrt Mein Gastbruder und ich auf einer Schaumparty (wir wussten das voher nicht)

 

An einem Samstag habe ich einen Ausflug nach Zacatecas (eine Stadt ca. 2 Stunden entfernt von Aguascalientes) mit der Familie einer Austauschschülerin aus Brasilien und ihrer Familie (ca. „20 Personen) gemacht. Zuerst sind wir auf einen Berg gefahren dort sind wir mit der Zipline zu einem anderen Berg „geflogen“. Danach waren wir noch in einer alten Mine und in der Innenstadt.  Brasilien- Mexiko- Deutschland Zipline Zacatecas am frühen Morgen in den Wolken

 

An meinem Geburtstag hatte ich echt ein komisches Gefühl, es war eigentlich ein ganz normaler Tag. Geburtstage in Mexiko werden nicht so sehr gefeiert wie in Deutschland, es gab keine Geschenke und auf keinen Kuchen, aber damit hatte ich gar kein Problem, es war gut zu erfahren wie soetwas in einem anderen Land abäuft. Ich bin Abends mit meiner ganzen Familie in eintypisches mexikanisches Restaurant essen gegangen und das war eigentlich alles was ich mir zu meinem Geburtstag gewünscht habe! Ich bin wirklich sehr sehr glücklich mit meiner Großfamilie und auch umgeben zu sein von 5 Brüdern jeden Tag ist ganz anders als Zuhause in Deutschland mit meinen 2 Schwestern. Das Familienleben ist ganz anders, aber ich bin froh, dass sie mich vollkommen in ihre Familie aufgenommen haben und ich ein Teil sein kann. Am Freitag nach meinem Geburtstag hatte ich nach der Schule ein Rotary Meeting wo ich meinen Vortrag über Deutschland auf Spanisch halten musste. Danach bin ich mit zu einer Freundin nachhause gegangen. Am Abend war der eigentliche Plan, dass wir ins Zentrum gehen mit noch anderen Austauschschülern und Freunden. Angekommen an meinem Haus, wurde ich mit der besten Überraschungsparty der Welt in meinem Garten überrascht. Es waren ca 50 Leute aus meiner Schule und die anderen Austauschschüler aus meiner Stadt da, und wir hatten einesuper Party. Mein Gastbruder und meine beste Freundin aus Brasilien haben das für mich organisiert, ich habe mich wirklich riesig gefreut! Mein Geburtstagsessen Mein Gastbruder und meine Freundin aus Brasilien bei meiner Überraschungsparty

 

Halloween und Dia de los Muertos ist hier ein riesig großes Fest. Halloween ist ähnlich wie ich Deutschland, aber am 2.11 ist Dia de los Muertos in ganz Mexiko und es ist wirklich eine wunderschöne Tradition. An diesem Tag werden Altar de los Muetos bei den Gräbern der Verstorbenden Familienmitgliedern aufgestellt und der ganze Friedhof ist in dieser Nacht ein Fest, was die Familien mit den Verstorbenen Feiern. Sie bringen ein Foto, Lichter und die Lieblingsspeisen der Verstorbenen mit, um sie an dieser Nacht jedes Jahr wiederzutreffen und zusammen zu essen und die Nacht verbringen. Es hört sich für euch vielleicht ein bisschen verrückt an und man kann es sich auch schwer vorstellen aber es ist wirklich eine wunderschöne Tradition und es hat mich dazugebracht, dass ich in Mexiko in ca. 80 Jahren sterben möchte. An diesem Tag war ich im Kino, in einem Film den Disnep über den Dia de los Muertos gedreht hat und dieser Film veranschaulicht diese Tradition echt super. (https://www.youtube.com/watch?v=Skoooc406x8 das ist der Link zu dem Trailer, nehmt euch 3 minuten Zeit um es euch anzusehen und ihr werdet euch in Mexiko verlieben, genauso wie ich es bin) Cementary in der Nacht Altar Dia de los Muertos

 

Allgemein ist mein Kopf immernoch ein ziemliches Durcheinander und ich weiss oft nicht was ich denken soll, aber ich glaube da ist normal. Mit der neuen Sprache geht es auch immer mehr aufwärts und ich fühle mich mit jedem Tag ein bisschen wohler. Ich habe mich daran gewöhnt Situationen zu bewältigen, die ich mir in Deutschland nicht zugetraut hätte und ich lerne mit jedem Tag ein bisschen mehr über die neue Kultur, über neue Situationen und die neue Sprache. Ich bin froh so gute Freunde aus der ganzen Welt gefunden zu haben und ein Jahr in einer komplett neuen Welt verbingen zu dürfen. Es gibt so viel mehr in dieser Welt und ich bin unendlich dankbar dass ich all das erleben darf und mit jedem Tag über meinen Horizont herauswachsen kann.

 

Hier sind nochmal ein paar Bilder über alles, was sonst noch so passiert ist.

Die Austauschschüler aus meiner Stadt in einer Grundschule, um über unser Land zu erzählen. Independence Day MEXIKO  2 stündige Worldtour in meinem Sportclub mit meiner Spinningklasse Dia de los Muertos Chariada mit Stierkampf (eine Tradition in Mexico, die nicht für mich spricht..) FERIA (eine Art von Schützenfest aber vieeel größer, mit Konzertbühne in einem riesigen Park, fast wie ein Festival Da hat es erstmal überwindung gekostet, in die Achterbahn einzusteigen, ich weiß nicht ob Mexiko sowas wie TÜF hat.. Chaskas, mein Lieblingsessen in Mexiko

Ganz viele liebe Grüße aus dem wunderschönen Mexiko

Bis Bald, Sassi!!

 

 

 

 

September 17

16Sept2017

 

Hola!

 

Die ersten 5 Wochen sind nun schon vergangen und ich kann mit einem Lächeln auf die vergangene Zeit zurückblicken. Ich bin froh und auch stolz, dass ich die schwerste Zeit nun hinter mir habe (ich muss zugeben, ich hätte niemals gedacht, dass es so eine große Herausforderung für mich ist.)

Mit jedem Tag habe ich mehr dazugelernt und mit jedem Tag konnte und musste ich über mich hinauswachsen. Ich kann nun endlich sagen, dass ich vollkommen angekommen bin, mich mit jedem Tag mehr wohlfühle, Freunde aus der ganzen Welt fest in mein Herz geschlossen habe und eine neue Familie dazugewonnen habe.

Das hört sich immer alles so einfach an, aber das ist es ganz und gar nicht. Es gibt den Spruch: Exchangeyear isn´t a year in your life, its a life in one year. Ich kannte den Spruch schon bevor ich hierher gekommen bin, aber jetzt kann ich ihn erst richtig verstehen. Wirklich, so doof sich das auch anhört, für mich ist es wie neu leben lernen. Jede Situation, jeder Mensch, jedes Wort, jedes Gericht, jede Straße ist neu.

Ich habe es für mich selbst entschieden, den schwereren Weg zu gehen, d.h in ein Land zu gehen, welches so gut wie keine Ähnlichkeit mit meinem Heimatland Deutschland hat, eine komplett neue Sprache zu erlernen und auch bei der „Freundesauswahl“ habe ich mich entschieden zunächst zu den brasilianischen, französischen, taiwanesischen und amerikanischen Austauschschülern zu gehen, anstatt zu den deutschen Austauschschülern. Einerseits um möglichst viel neues zu lernen und andererseits um aus der deutschen Sprache herauszukommen. (wie man das vielleicht auch an meiner Ausdrucksweise merken kann, sorry) Ich hatte oft Zweifel in den letzten Wochen, ob diese Entscheidungen wirklich die richtigen waren, und jetzt kann ich sagen, dass es zu 100% richtig war den schweren Weg zu gehen. Es ist eben nicht so wie sie sich viele ein Auslandsjahr vorstellen. Auch ich hätte niemals gedacht, dass es so eine harte Arbeit ist, zumindest in den ersten Wochen und Monaten. Anfangs hatte ich Zweifel an ziemlich allem, aber jetzt kann ich mich so glücklich schätzen in so einer tollen Familie zu sein, tolle Freunde gefunden zu haben und auf dem besten Weg bin eine weitere Sprache erlernen zu dürfen.

Trotzdem ist mein Leben hier ein ganz schönes Auf und Ab. In einem Moment wird alles zu viel, man bekommt Zweifel an allem und plötzlich wünscht man sich nur noch am Flughafen in Deutschland in den Armen meiner Familie zu sein. Und im nächsten Moment, könnte ich mir nichts schöneres vorstellen, als hier mit all den tollen Menschen in einem so wunderschönen Land zu leben, und ich wünschte mir ich könnte für immer hierbleiben.

 

Auch meine Schule ist so cool, wir hatten vor ein paar Wochen abends eine riesige Party mit Challanges, Spielen, Musik und mexikanischem Essen. Meine High School wird in 3 große Team aufgeteilt und jedes Team kann während des Schuljahres Notenpunkte für das Zeugnis sammeln, indem sie verschiedene Challenges gemeinsam bewältigen. Es gibt hier nicht so etwas wie Schulbusse oder generell Schüler, die mit dem Bus fahren. Ziemlich jeder wird hier extra von den Eltern oder Geschwistern im Auto abgeholt, dementsprechend ist auch das Chaos nach und vor Schulbeginn. Ich bin im Team ROCHE!

Außerdem hatte ich ein 4 tägiges Camp mit meinem ganzen Distrikt hier in Mexico (insegesamt 110 Austauschschüler) In meiner Stadt sind wir 18 Austauschschüler und wir sind Mittwoch Nacht mit einem Reisebus zu dem Camp in Durango gefahren. Auf dem 7- Stündigen Weg haben wir bei dem berühmten „Tierra de Cine“ gehalten. Das ist eine typische mexikanische Ranch, wo die besten Westernfilme gedreht werden. Angekommen im Camp waren alle erst mal sehr geschockt, da die Zimmer und Betten Unterwasser standen, wir unser Geschirr jeden Tag im strömenden Regen selber abwaschen mussten und es kein warmes Wasser gab. Da wir im tiefsten Wald waren gab es neben keinem Internet/ Empfang auch öfters Stromausfall und keine Chance die Kleidung zu trocken. Es war definitiv eine Erfahrung, es hat sich ein bisschen angefühlt wie im Gefängnis! Trotzdem kann ich sagen, dass ich auch gerne noch ein paar Tage länger geblieben wäre, einfach aufgrund der tollen Menschen aus der ganzen Welt die ich kennenlernen durfte. Die vielen Probleme aufgrunddes Regens ect. rückten schon bald in den Hintergrund und das Abspülen des Geschirrs wurde zur Party, wenn gute und laute Musik und eine Menge gutgelaunter Brasilianer dabei sind. Neben Frühsport und Aktivitäten wie Reiten und Klettern gab es Abends mexikanische Party mit Pinata und me Freunde aus 3 verschiedenen KontinentenRegenschutzMuseumsbesichtigung in DurangoDistrikt 4110 im Sierra Camp

 

Generell kann ich sagen, dass ich mich mit jedem Tag ein Stückchen wohler fühle, und ich dieses wundervolle Land mit all seinen Vorteilen und Nachteilen, und mit seinen liebenswürdigen Menschen, von Tag zu Tag mehr liebe und lieben lerne.

Ich versuche so gut wie möglich euch von meinen Erfahrungen zu erzählen, am liebsten wünschte ich ihr könntet hier sein und alles mit mir zusammen erleben. Egal welchen Mexikaner ihr fragt, er wird euch sagen: „Mein Haus ist dein Haus.“ Fühlt euch jederzeit willkommen!

 

Ganz viele Grüße, Sassi

 

Dia de la independencia! Fest in meiner Schule Das Herz von Mexiko, das Zentrum von Aguascalientes Wochenendausflug in den Staat Morelia Im Zentrum von Aguascalientes Der schönste Himmel der Welt Mexiko ist nicht nur Wüste!

 

 

 

 

 

 

 

Die erste Zeit

15Aug2017

Hey  

nun bin ich schon ca 2 Wochen auf der anderen Seite der Welt und habe schon vieles erleben dürfen. Mit das Schönste war der Besuch von Diego. Diego (wohnt in Mexico) hat mit mir in meinem Zuhause in deutschland vor knapp 2 Jahren gelebt und sein Auslandsajahr verbracht. Er ist mit der größte Grund, warum ich mich für Mexico als mein Ort für mein Auslandsjahr entschieden habe. Er wohnt ca 3 Stunden von mir entfernt hier in Mexico und entschied sich, mich zu überraschen. Am Samstag, den 6,8 stand er dann plötzlich in meinem Zimmer und nahm mich mit auf einen Road Trip. Ich liebe die wilden Autofahrten durch Mexico. Bei bestem Wetter, mit offenem Fenster, lauter, spanischer Musik und lebensfrohen Menschen durch die Palmenalleen zu rasen.

Montag hatte ich dann meinen ersten Schultag. Meine Schule (Escolar Triana) gilt als eine der besten Schule der Stadt. Es ist eine private, katholische Mädchenschule und es gibt eine Schuluniform. Das klingt für die meisten wahrscheinlicher schrecklich, aber es ist definitiv eine gute Erfahrung. Die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern ist sehr freundschaftlich und offen. Alle haben mich mit offenen Armen empfangen und die Atmosphöre im Unterricht ist viel angenehmer und entspannter als in meiner deutschen Schule. Das Gelände ähnelt einem Schlossgelände mit wunderschönem, riesigen Garten. Ich gehöre zu den Seniors in meiner High School (12. Klasse) und werde Ende des Schuljahres mit ihnen Graduation und Prom haben dürfen. Es gibt Unterrichtsfächer wie Medizin, Buisness und Web Design, auch wenn ich größtenteils NOCH kaum etwas verstehe. ( aufgrund der Sprache)

Freitag hatte ich mein erstes Rotary-Meeting und dort habe ich viele andere Austauschschüler kennen gelernt. Wie immer gab es auch Essen, und ich  glaube ich habe Kuhzunge gegessen. ich wusste nicht was es war, es hat komsich geschmeckt , aber ich dachte mir, als Austauschschüler muss man alles probieren. (mein Gastbruder und ich sind uns bis heute immernoch nicht sicher was es war...) Papa, was ist das??   

Abends hatten wir dann eine Party für alle Austauschschüler in meinem Haus, und die mexikanischen Partys sind wirklich die besten (das liegt wahrscheinlich an den gutgelaunten Menschen und der Spanischen Musik) Es war eine Willkommensfeier für alle neuen Austauschschüler in Mexiko und eine Abschiedsfeier für meine Gastschwester.

Über das Wochenende sind wir zu der Familie meiner Gastmama über Irapuato bis nach Morelia gefahren. Dort waren wir alle zusammen Essen wir Jugendlichen sind abends noch auf den höchsten Berg Morelias gefahren, auf dem es ganz oben eine riesige Mall gibt.  Bis bald, Sassi

 

 

 

 

August 2017

03Aug2017

Hi,

nach einem langen, aufregendem und chaotischem Flug bin ich gestern Nacht in meinem neuen Zuhause für 1 Jahr angekommen. In meinem letztem Flug von Mexico Stadt nach Aguascalientes habe ich sogar einen anderen Austauschschüler aus Brasilien kennengelertn, welcher auch sein Ausandsjahr hier in der Nähe verbingen darf. Wir beiden wurden sehr herzlich und mit offenen Armen an dem kleinen Flughafen empfangen. Meine Gastfamilie ist sehr groß(neben meinen Gasteltern habe ich noch 5 gastbrüder und 2 Gastschwestern), sodass sie mich mit zwei vollen Autos abgeholt haben.           

Auf dem Weg nachhause konnte ich erste Eindrücke von den typisch mexikanischen Straßen mit Palmen und dem chaotischen Fahrstil der Mexikaner sammeln. Am Haus angekommen erwarteten mich schon die 5 Familienhunde und viele andere Tiere. Das Haus ist wirklich riesig, sodass es sogar einen kleinen Garten innen gibt. Wie es ist Mexico üblich ist, gibt es eine Art Hausfrau und sie macht wirklich sehr gutes Essen. Meine Gastbrüder haben mir schon gezeigt, wie man einen Tortilla richtig faltet, und das Klischee de r guten Mexikanischen Küche hat sich bestätigt.

Trotz all den positiven Eindrücken und Erfahrungen gibt es natürlich auch vieles, was sehr ungewohnt, neu und unheimlich für mich ist, Auch die neue unbekannte Sprache und das WIssen am anderen Ende meiner gewohnten Umgebung zu sein ist noch ziemlich fremd. Aber wie sagt man: life begins at the end of your comfort zone!

Ich möchte mich nochmal bei all euren aufmunternden Worten und Gesten bedanken , die mir vieles hier einfacher machen. Zu wissen, dass meine Familie und Freunde hinter mir stehen und für mich da sind, obwohl uns ein Ozean trennt, gibt mir ein gutes Gefühl. Dieser Blog soll nichtnur dazu dienenErfahrungen festzuhalten, er soll auch ein Stück Mexico zu euch nachhause bringen.

Bis bald, eure Sassi